Der TV Langenlonsheim wird sich von seinem langjährigen Kickbox-Trainer Dirk Pekrul mit Wirkung zum 30.6.2018 trennen. Der entsprechende Vorstandsbeschluß zur Kündigung des Übungsleitervertrags erfolgte einstimmig. Grund ist ein großer Vertrauensverlust, der sich über die letzten Jahre durch etliche Vorkommnisse aufgebaut hat und der eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht möglich macht. Es gipfelte in einem von Herrn Pekrul erbetenen Gespräch im Januar diesen Jahres, in dem er dem TV Vorstand unabgestimmt und unangekündigt Verantwortliche der HSG Rhein-Nahe Bingen präsentierte. Die Kickboxer würden zu diesem Verein wechseln, es ginge nur noch um die Modalitäten. Der Vorstand des TV erklärte nach Überlegungen, keine Steine in den Weg legen zu wollen. Allerdings hatten die Kickboxer nicht bedacht, daß sowohl die Gemeinde als auch der Kreis keine Hallenzeiten an orts- bzw. kreisfremde Vereine vergibt. Daran ist das Vorhaben gescheitert.

In der Folge der Kündigung führte der TV Vorstand am 18.4 mit den drei verbliebenen Übungsleitern ein Gespräch über die weitere Gestaltung des Kickboxtrainings und den Fortbestand der Sparte. Aus Zeitgründen und Solidarität mit Herrn Pekrul kam eine weitere Tätigkeit für den TV für die drei Herren nicht in Frage. Gekündigt sind die Verträge von deren Seite jedoch bisher noch nicht.

Sie stellten Überlegungen zur Gründung eines eigenen Vereins mit Sitz in Langenlonsheim an. Man kam überein, daß der TV diesen Weg der Kickboxer konstruktiv begleiten würde. Die Kickboxer wollten die Vorarbeiten für eine Vereinsgründung leisten und dann mit dem TV über das weitere Procedere verhandeln, insbesondere eine gemeinsame Kommunikation nach außen, Vereinbarung zum Übergang der Mitglieder, Übernahme von Ausrüstung etc.

Diese Gespräche haben bisher nicht stattgefunden, stattdessen gab es in den beiden Lokalzeitungen anläßlich der von den Kickboxern ausgerichteten Meisterschaften Zitate von Herrn Pekrul, in denen dieser  – obwohl noch mit gültigem Übungsleitervertrag ausgestattet – die Trennung verkündete und unwahre Behauptungen über die Zusammenarbeit mit dem TV in die Welt setzte.

Zur Klarstellung händigte der TV Vorstand den beiden Zeitungen folgende Faktenzusammenstellung aus, die für sich spricht:

Kickboxen ist seit Vereinsgründung (damals noch Karate) Bestandteil des TV. Übernahme in den TV erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch der damaligen Sportler. Von Pekrul wurde die Gruppe dann übernommen und umgestaltet.

Diese nahm eine gute Entwicklung, sowohl quantitativ als auch qualitativ, Verdienst der Übungsleiter und des TV Vorstands und aller Mitglieder, die dies immer positiv begleitet und gefördert haben.

Der Satzungsauftrag und sportliche Fairness gebieten Gleichbehandlung aller Sparten im Verein.

Abteilungen im rechtlichen Sinn gibt es im TV nicht, daher auch keinen Abteilungsleiter Pekrul.

Kickboxen ist sehr kostenintensiv: Mitgliedschaft, Startgelder und Startpässe in einem der auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Kickbox-Verbände, Schutzkleidung und Matten, Übungsstunden aus Sicherheitsgründen mit min. zwei Übungsleitern. Daher wurde moderater Zusatzbeitrag erhoben.

Dennoch entstand in der Sparte keinerlei Überschuß im Gegensatz zu allen anderen Gruppierungen im TV. Das ist allerdings auch kein Vereinsziel, in moderatem Ausmaß sollte in einer Solidargemeinschaft Quersubventionierung möglich sein, davon haben Kickboxer Jahrzehnte profitiert. Aber die Interessen aller anderen Sportler müssen gewahrt werden. Für die finanzielle Stabilität des TV entstehen durch den angestrebten Weggang der Gruppe daher keine negativen Auswirkungen.

Herrn Pekrul wurde wegen Vertrauensverlustes  in seiner Funktion als Übungsleiter nach einstimmigem Vorstandsbeschluß  fristgemäß zum 30.6. 18 gekündigt. Zugrundeliegende, sich seit Jahren summierende Vorkommnisse und Besonderheiten der Persönlichkeit des betreffenden Herren werden von uns nicht öffentlich gemacht und kommentiert. Er hat noch Pflichten aus seinem Übungsleitervertrag, die durch die aktuell gegenüber der Presse getätigten Äußerungen verletzt wurden. Seine diesbezügliche Meinung hat er ziemlich exklusiv, sie hat mit objektiver Wahrnehmung und den Tatsachen nichts zu tun.

Bei der Wechselinitiative von H. Pekrul im Januar zur HSG war der TV konstruktiv, Bereitschaft zur Abgabe der bisherigen Hallenzeiten in Gemeinde- und Sporthalle wurde schriftlich zugesichert. Die Tatsache, daß die Kommunen nicht ansässigen Vereinen keine Zeiten übertragen wollen, hat der TV nicht zu vertreten. Art und Weise des Vorbringens des Wechsel-Ansinnens durch Pekrul waren allerdings nicht akzeptabel.

Die Vergabe von Hallenzeiten immer schwierig und undankbar. Bestehen auf einer bestimmten Hallenzeit ohne Kompromisse geht jedoch nicht. Es drehte sich um eine Stunde Verschiebung, etliche Alternativtermine wurden nicht akzeptiert. Die Entscheidung fiel zugunsten einer anderen Gruppe, die seit fast zwanzig Jahren eine unattraktive Zeit innehatte. Es entstand keierlei  Nachteil für die Kickboxer, sie behielten ihre gewohnte Zeit in der Gemeindehalle, sie haben dort eine aktuell extra für sie angeschaffte, teure Matte zum Training.

Das Gespräch am 18.4. mit den drei verbliebenden Übungsleitern zur Fortführung der Gruppe im TV verlief leider erfolglos. Die Verträge mit diesen laufen jedoch noch weiter und könnten frühestens zum 30.9.2018 gekündigt werden. Die Gründung eines eigenen Vereins mit Kulanz des TV war angedacht mit gemeinsamer Kommunikation, um möglichst wenige Mitglieder für den neuen Verein zu verlieren. Der TV hat bislang keinen konkreten Vorschlag hierzu erhalten. An diese Zusagen fühlt sich TV nach diesen unzulässigen und unwahren Interview-Aussagen nicht mehr gebunden. Er verlangt die Erfüllung der Verträge und Herausgabe des Vereinseigentums.

Der Vorstand des TV bedauert, daß nunmehr kein einvernehmlicher, professioneller Ablauf der Trennung von der Gruppe mehr möglich scheint, trägt hierfür jedoch keinerlei Verantwortung.

 

  1. J. Roos (1. Vorsitzender)