Bauplatz - ehemalige Skaterbahn, neben der Gemeindehalle und dem Spielplatz

Der Turnverein Langenlonsheim hat den Bau einer multifunktionalen Sporthalle mit 225 qm Trainingsfläche und angeschlossenen Sozialräumen verwirklicht. Inbetriebnahme der neuen Halle erfolgte Anfang 2018. Eine Ausstattung mit Studiogeräten an der Peripherie ist angedacht.

Die Beweggründe für die Bauentscheidung waren:

  • Gemeindehalle oft geschlossen, große Sporthalle in den Ferien
  • Boden Gemeindehalle gesundheitsschädlich
  • Diskretion für Senioren in großer Sporthalle nicht gegeben
  • Unabhängigkeit von Zuteilungsverfahren etc.
  • Hohe Ansprüche an Ausstattung im Gesundheitssport
  • In beiden Hallen wenig Aufbewahrungsmöglichkeiten für Geräte
  • Kein Einbau fest installierter Geräte möglich
  • Trend zu Studionutzung bei Jüngeren (Mitgliederstruktur)
  • Verbesserung der Situation durch Kommunen nicht vorstellbar
  • Nutzung von Zuschüssen, niedrigem Zinsniveau und gutem Standort

Ablauf / Rückblick:

  • 3.5.2011 Beschluß Mitgliederversammlung zur Machbarkeit, Suche nach geeignetem und möglichen Standort
  • 8.10.2012 Bestätigung über Grundsatzbeschluß der Ortsgemeinde hinsichtlich Zurverfügungstellung eines Grundstücksteils auf dem Festplatz
  • 17.10.2012 Entwurfsplanung, Zuschußantrag aus dem „Goldenen Plan“
  • 2014/2015 Präzisierung der Bau- und Folgekosten, Konkretisierung möglicher Zusatzeinnahmen
  • 16.11.2015 Mitgliederentscheid zur Baudurchführung und Finanzierung in außerordentlicher Hauptversammlung
  • 14.12.2015 Positiver Zuwendungsbescheid der ADD
  • 07.04.2016 Gemeinderatsbeschluß über Einräumung eines günstigen Erbbaurechts für das Bauvorhaben
  • 13.04.2016 Abgabe des vom Büro Bott-Bau erstellten Bauantrags bei der Verbandsgemeinde
  • 11.07.2016 Die Baugenehmigung ist eingegangen
  • November 2016 Abschluß Erbbaurechtsvertrag mit der Gemeinde und Kreditvertrag mit KfW/Sparkasse
  • Mitte April 2017: Eingang sämtlicher Angebote für die Durchführung der
    Arbeiten, Bestellung der Stahlkonstruktion
  • 22. Juni 2017: es wurde mit den Gründungsarbeiten und den Vorbereitungen für die
    Bodenplatte der Halle begonnen.
  • 3. Juli 2017: Fundamentierungsarbeiten
  • 7. Juli 2017: Bodenplatte fertig gegossen
  • 29.12.17 Fertigstellung
  • 20.1.2018 Reinigungsaktion durch Mitglieder, Umzug der vereinseigenen Sportgeräte
  • 22.1.2018 Erstes Testtraining, Inbesitznahme der neuen Halle durch die Sportler
  • 27.1.2018 Beginn der Eigenarbeiten mit Pflastern des Eingangs
  • 6.2.2018 Angekündigte Lieferung neuer Sportgeräte.
  • 25.2.2018 Offizielle Einweihung

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Außerordentliche Mitgliederversammlung gibt grünes Licht für Bau des Trainingsraums

Über fünfzig Mitglieder des Turnvereins waren zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16.11.2015 in den „Alten Hohenzollern“ gekommen. Als Gast war auch Bürgermeister Bernhard Wolf zugegen.

Der Vorsitzende Hans Joachim Roos präsentierte die Baupläne und informierte über den Sachstand. Seit 2007 ist man mit Orts – und Verbandsgemeinde im Gespräch wegen der Probleme bei der Sportausübung in den beiden zur Verfügung stehenden Hallen. Nach längeren Diskussionen und Abwägung etlicher Alternativen wurde 2011 von der Ortsgemeinde ein Teil des Festplatzes an der Gemeindehalle als Standort angeboten und 2012 grundsätzlich formal beschlossen. In den turnusmäßigen Hauptversammlungen 2011 und 2013 erhielt der TV Vorstand jeweils den Auftrag der Mitglieder, die Machbarkeit und Finanzierung des Vorhabens zu prüfen bzw. die Zuschußreife herzustellen. 2015 erfolgte die Zusage einer Förderung aus dem „Goldenen Plan“ durch die ADD.

Damit waren die Voraussetzungen gegeben, den Mitgliedern die immer versprochene konkrete Entscheidung zum Bau und der zugehörigen Finanzierung anhand von belastbaren Zahlen abzuverlangen.

Geplant ist eine Turn-Mehrzweckhalle nach DIN mit einer Sportfläche von 225 qm mit zusätzlichen Nebenräumen. Das Nutzungs-/Finanzierungskonzept sieht auch eine Ausstattung mit fest installierten Sportgeräten vor, die interessierten Mitgliedern zum individuellen Training zur Verfügung stehen sowie an einem Abend zum Betriebssport für ein ortsansässiges Unternehmen dienen sollen.

Die geschätzten Baukosten von 515 TEUR sollen durch Darlehen (200), Landeszuschuß (185) sowie Eigenkapital und Eigenleistung aufgebracht werden. Den benötigten Grundstücksteil will die Gemeinde im Wege des Erbbaurechts beisteuern. Auf weiterreichende Unterstützung solle man nicht hoffen, erklärte der Bürgermeister, denn die Finanzsituation der Gemeinde habe sich deutlich verschlechtert, insbesondere durch den erzwungenen Bau eines neuen Kindergartens.

Die laufenden Kosten für Zins, Tilgung und Unterhalt wurden mit 25 TEUR ermittelt. Eine ohnehin nach 20 Jahren gebotene Beitragsanpassung, der nachhaltige jährliche Überschuß und Zusatzeinnahmen aus Sondernutzung des geplanten Raumes reichen nach den Berechnungen aus, um diese laufenden Kosten zu finanzieren.

Die Kombination aus vorhandenem Eigenkapital, Landeszuschuß, niedrigen Zinsen und einem attraktiven Grundstück bezeichnete der Vorsitzende als Glücksfall und warb dafür, dem Vorschlag des Vorstands zu folgen.

Es folgte eine lebhafte, konstruktive Diskussion, in der Fragen zur Notwendigkeit, zur Finanzierung und insbesondere zum Nutzungskonzept gestellt und nach Möglichkeit beantwortet wurden. Naturgemäß mussten detaillierte Fragen nach künftigen Hallenzeiten und einem Belegungsplan offen bleiben.

Dabei wurden als Gründe für den Bau die häufigen Schließungen der beiden Hallen, der gesundheitsschädliche Boden der Gemeindehalle, die fehlenden Aufbewahrungsmöglichkeiten für attraktive Geräte, die Unabhängigkeit bei der Zeitvergabe sowie der Trend zur Studionutzung nach eigenem Belieben bei einer jüngeren Zielgruppe genannt.

Die Abstimmung über die Beitragsanpassung zum 1.1.2016 ergab nur zwei Enthaltungen und Nein-Stimmen. Damit gelten künftig folgende Beiträge:

Erwachsene:  7,00 €
Kinder bis 18 Jahre: 4,50 €
Familien: 12,00 €
Passive: 3,00 €
Eltern/Kind Turnen: 7,50 €
Kursgebühren belaufen sich künftig auf 50 Euro, der Zusatzbeitrag für Kickboxen bleibt unverändert bei 2 Euro.

Damit war der Grundstein gelegt, auch über den Bau zu befinden. Hier gab es mit 35 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen ebenfalls eine klare Mehrheit. Damit wird der Vorstand nunmehr den formellen Antrag an die Gemeinde auf Überlassung des Grundstücks-Teils stellen und anschließend bei der ADD die endgültige Version des bisher vorläufig ergangenen Zuschußbescheids anfordern.

Der Vorstand dankte für das Vertrauen der Mitglieder.